ADAC - Campingfreunde Berlin e.V.
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Osterausfahrt 2017

Campingplatz Bundspecht (Stechow-Ferchesar, Brandenburg)

(zur separaten Dia-Show hier entlang)

 

Hier mein Bericht über die Osterfahrt zum Campingplatz „Buntspecht“ in Ferchesar. Für mich (Michael) und Mechthild war es als Neumitglied das erste mal, dass wir mit den Campingfreunden auf Tour waren. Also immer rinn ins Abenteuer!

Da ich schon ab 14.04. Urlaub hatte sind wir über Berlin am 11.04. auf dem Campingplatz angekommen. Wir waren die Ersten!

Eigentlich wollten Karin und Eberhard auch schon am Dienstag eintreffen, aber ihr Mobil hatte Batterieprobleme. Am Mittwoch trafen dann Christa und Rüdiger ein und wir haben festgestellt, dass die Platzbetreiber für unsere Gruppe ein Zelt aufgestellt hatten. Bei dem Osterwetter eine gute Idee. Das nutzten wir auch gleich am Donnerstag um 18:00 Uhr bei unserem Begrüßungsabend.

Christa hat alle Teilnehmer herzlichst begrüßt und uns mit Sekt, Bier und Waldmeisterbowle eingeheizt. Ein Prosit auf das Osterfest!

Am Karfreitag bildeten wir Fahrgemeinschaften und um 10:00 Uhr starteten wir zum Kolonistenhof Großderschau, der im 18. Jahrhundert von Friedrich II. gegründet wurde. Zum Auftakt unserer Besichtigung wurde uns gezeigt, wie man sehr kraftaufwendig, aus Milch und einem Fass, Butter herstellt. Die frische Butter wurde uns auf frischem Bauernbrot zur Verkostung gereicht. (War wirklich gut!!!)

Weiter ging es dann in die gegenüber liegende Kirche. Weil alle Menschen vor Gott gleich sind, hatten die reichen Leute einen separaten Eingang und Klubsessel auf der Empore. Ansonsten war die Kirche schlicht ausgestattet. Die Orgel hätten wir gerne mal gehört.

Von der Kirche aus ging es in das nahe gelegene Museum mit Klassenzimmer und div. Wirtschaftsräumen. Später gingen wir dann ins Freigelände, wo wir viele Gerätschaften und einen Ziehbrunnen begutachten konnten.

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Nach diesem Stress kamen wir wieder zurück in die Remiese, wo es angenehm nach Kaffee und selbstgebackenen Hefekuchen roch und auch so schmeckte. Die im Hofladen angebotenen Eigenerzeugnisse (Honig, Marmelade usw.) waren ansprechend und nicht zu teuer.

Gegen 15:00 Uhr ging es wieder zurück zum Campingplatz. Für unseren Geschmack ein Superplatz, den man mit gutem Gewissen weiter empfehlen kann.

Zum Abend waren wir dann zur Eierlikör-Party geladen. Leider war die Außentemperatur ziemlich frisch, so dass wir uns auf den wärmenden Einfluss des Likörs verlassen mussten. (Sofern die Menge ausreicht!) Die Unterhaltung war jedenfalls gut, aber nach weiter fallenden Temperaturen haben wir nicht so lange ausgehalten.

Um 22:00 Uhr war „Zapfenstreich“.

* * *

Am Samstag 15.04. bestiegen wir einen Bus (ohne Auslosung der Sitzplätze) und fuhren gegen 10:00 Uhr nach Tangermünde und Stendal. Bei dem unbeständigen Wetter hatten wir viel Glück und überstanden unsere Stadtführung ohne Regenschirm. Tangermünde hat eine sehenswerte Altstadt. Wir haben uns vorgenommen noch einmal im Sommer hierher zu kommen um viele Fotos zu machen.

Das Mittagessen im Restaurant Zecherei&Nikolei war absolut genial. Im modern orientierten Unternehmen würde man das als Teambildende Maßnahme bezeichnen. Für uns war es einfach nur Spaß. Derjenige, der am dichtesten beim Fleisch saß, hatte das Vergnügen es für unsere Gruppe zu zerteilen. Die Fleischplatte bestand aus: Hähnchen (im Stück), Schweinebraten und Kasseler. Dazu Möhren, Blumenkohl, Kartoffeln und Hirse. Die Krönung war dann das frisch gezapfte „Kuhschwanzbier“.

Nach dem Mahl ging es weiter zum nächsten Höhepunkt, zu einer Kaffeerösterei nach Stendal. Hier wurde uns nahe gebracht, wie Rohkaffee geröstet wird um daraus schließlich ein trinkbares Getränk herzustellen. Mit viel Kaffee in der Blase machten wir uns wieder auf den Weg zurück zum Campingplatz, wo abends ein Osterfeuer geplant war. Um 18:00 Uhr haben wir uns am besagten Feuer getroffen, um Bratwurst und Bier zu verzehren. Das Osterfeuer musste entfallen, da uns ein kräftiger Wind zurück in unsere Wohnwagen und Mobile wehte.

* * *

Am nächsten Morgen haben wir uns um 9:00 Uhr zu einem gemeinsamen Osterfrühstück im Platzrestaurant getroffen.

„Au!“, beinahe hätte ich vergessen, das unser Hund früh Alarm geschlagen und uns geweckt hatte, weil der Osterhase an unserem Mobil war und seine Eier legte.

Herzlichen Dank dem Osterhasen!

Wir hatten heute noch einen weiten Weg vor uns, bis nach Kleinmünster. Noch vor der Platzruhe sind wir aufgebrochen und heimwärts gezogen.

Wir möchten uns bei Christa und Rüdiger für ihre gute Vorbereitung und Ausführung der Klubveranstaltung bedanken.

 

 

Tschüß Mechthild und Michael

 

P.S. Am Ostermontag um 9:00 Uhr dicke Schneeflocken zu hause.

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Ostermontag 16.04.

Bereits 8:45 Uhr stand der bestellte Bus vor der Campingplatzeinfahrt, bereit zur Fahrt in die Hansestadt Salzwedel, die auch als Baumkuchenstadt gekannt ist. Pünktlich, wie immer, wurde der Bus von uns Campern gestürmt, und los ging es.

Nach 2,5 Stunden war der Rathausplatz in Salzwedel erreicht, wo wir bereits von der Stadtführerin erwartet wurden. Die Stadt wurde 1233 erstmals als „civitas“ (Stadt im Rechtssinn) bezeichnet und 1263 in die Hanse aufgenommen.

Als erstes wurden uns Metallplatten in der Pflasterung des Rathausplatzes gezeigt, auf denen alle Hansestädte namentlich aufgeführt sind. Mit dem Bus fuhren wir durch die Stadt bis an die Gassen der Altstadt und setzten dann die Führung durch die Altstadt zu Fuß weiter fort. Wir sahen viele der über 500 noch erhaltenen gebliebenen Fachwerkhäuser, u.a. auch das Geburtshaus von Jenny Marx, geb. von Westphalen, der Ehefrau von Karl Marx.

Der Rundgang endete im Cafe´ Kruse beim Edelgebäck mit den markanten Baumringen und Zacken, das sich inzwischen mit dem Markenzeichen „Salzwedeler Baumkuchen“ schmücken darf. Ein EU-Gemeinschaftszeichen für Produkte mit geografischer Angabe.

Nach einer Vorführung des Backvorganges mit den entsprechenden Erläuterungen verkosteten wir noch ein Baumkuchentortenstück mit Kaffee, um dann zur Weiterfahrt zur Pfarrkirche nach Osterwohle, einem kirchlichen Kleinod von Weltrang zu starten.

Anfang des 17. Jh. Entstand nach Umbau aus einer ursprünglich niedrigen altmarktypischen Feldsteinkirche die heutige Ausstattung. Die Ehefrau des Albrecht von der Schulenburg, Oleke geb. von Sandern ließ nach dem Tode ihres Gatten von zahlreichen Schnitzern ein einmaliges Kunstwerk im Stile des Manierismus in der Kirche anfertigen. Die Arbeiten wurden 1621 abgeschlossen.

Die bis jetzt erhaltene unveränderte Gestaltung des Originalzustandes der Ornamentik sowie farbliche Kontrastierung von dunklen Buchen– und hellem Lindenholz ist hier besonders hervorzuheben.

Sowohl das Chorgestühl und Lettner, Taufständer mit darüber hängenden Taufdeckel der durch einen Pelikan gekrönt ist und mit einem im Chorraum an der Decke schwebenden Taufengel verbunden ist, der sich beim schließen oder öffnen des Taufbeckens auf– und ab bewegt ist bemerkenswert.

Ob Sitzgestühl, Holzkassettendecke reich verziert mit wechselseitigen Hopfenfrüchten und Pinienzapfen sind Feinheiten und Details die besonders sind. Auch die Kanzel mit Aufgang gehören dazu.

Ein einmaliges kirchenhistorisches Kunstwerk, das auch nach bisher 400 Jahren, zukünftigen Generationen erhalten bleiben sollte.

 

Nach der Rückfahrt zum Campingplatz mit anschließendem gemütlichen Beisammensein bei Würstchen und Kartoffelsalat gingen ein paar schöne erlebnisreiche Tage zu ENDE.

 

Rüdiger Papke

 

 

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