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Tagesfahrt zum Martinsgansessen nach Winkel

Liebe Leser,

am Ende der oben genannten Tagesfahrt ist ein Redaktionsmitglied noch einmal durch den Bus gegangen und fand dabei ein vergessenes Tagebuch. Da sich der Besitzer bisher nicht bei uns meldete, möchten wir die Gelegenheit nutzen und es an dieser Stelle veröffentlichen (die Redaktion).

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„…

13. November 2016,
der Morgen begann sehr frostig mit Minusgraden, am Tage schien die Sonne um 0 grd. Celsius

Liebes Tagebuch,

Mann, war das heute ein anstrengender Tag! Nun sitze ich im Bus auf der Rückfahrt von Winkel und wir stehen im Stau. Also nutze ich die Zeit und werde Dir alles berichten … doch der Reihe nach.

9:30 Uhr trafen wir uns am S-/U-Bahnhof Jungfernheide. Dort wartete ein moderner Reisebus auf uns bzw. auf mich. Wer wann kam, weiß ich nicht. Da es kalt war, saßen alle schon im vorgewärmten Bus und genossen ihr kleines „Busfrühstück“ bestehend aus Käsebaguette, (eiskalter) Capri-Sonne, einer Mandarine und einem Pott heißen Kaffee. Nach der eisigen Anreise genau das Richtige.

Alle waren pünktlich und so ging es ohne Verspätung und ohne großen Sonntagsverkehr über die Autobahn nach Winkel.

Ich musste erst einmal Google-Maps befragen, wo Winkel liegt. Nun weiß ich, dass es ein Dörfchen kurz vor der Mineralquellenstadt Bad Liebenwerda ist und wir ca. 1,5 Stunden bis dahin bräuchten. Nach gut 45 Minuten verließ der Bus schon die Autobahn und bedingt durch eine Umleitung waren wir dann doch 2 Stunden über die Dörfer von Brandenburg unterwegs. Im Bus stöhnte man schon, dass es über die „B101 doch schneller ginge“. Doch was soll‘s, dann wären wir zwar 30 Minuten eher am Mittagstisch gewesen, jedoch die Gans würde uns auch nicht eher serviert werden. So haben wir, bei strahlendem Sonnenschein, Gebiete von Brandenburg gesehen, von denen man nie geglaubt hätte, dass es dort Dörfer und Menschen gibt.

Gegen 11:30 Uhr erreichten wir Winkel. Der Bus kam mitten in einer Dorfdurchfahrt zum Halten und an der linken Straßenseite winkte uns der Wirt und Koch des Gasthauses „Zu den 3 Rosen“ zu und begrüßte uns persönlich. Der arme Mann! Er schüttelte jedem Gast die Hand und unser Bus mit den ca. 40 Passagieren war nicht der einzige Bus. Noch zwei weitere Busse und eine Vielzahl von Großraumtaxis wollten am Martinsgansessen mit Knödel und Rotkohl teilnehmen.

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Platziert wurden wir in einer Art Festsaal mit Bühne. Die Bühne wurde zwischen Gänsebraten und Kaffee u.a. vom Duo „Die Salzataler“ genutzt, um uns mit volkstümlichen Heimatliedern zu unterhalten.

Der Klubvorstand schien keine Heimatlieder zu mögen, jedenfalls verschwanden dessen Mitglieder in einem Nebengelass. Irgendeiner murmelte was von „Reisplanung 2017“ und bestellte dann gleich eine Runde Bier.

Andere – Nicht-Vorständler – nutzten die Pause zwischen den beiden Mahlzeiten für einen Dorfspaziergang durch Winkel. Wiederum Andere machten von der Möglichkeit Gebrauch, hausgeschlachtete Wurst-Konserven und Honig von einheimischen Imkern zu kaufen.

Apropos verkaufen bzw. vermarkten: Der Wirt hatte alles gut im Griff, er stand am Herd und die ganze Familie war mit Ausschank und Servieren beschäftigt.

Selbst seine 7-jährige Tochter wurde als „Jung-Entertainerin“ auf der Festsaalbühne engagiert und brachte den Gästen Herbstgedichte und erste Musikstücke auf der Gitarre näher.

Nach Kaffee und Kuchen ging es gegen 16:30 Uhr mit unserem Bus zurück nach Berlin. Ein Lob an alle Mitfahrerinnen und Mitfahrer – pünktlich konnte der Bus starten.

Dass an diesem Sonntag schönes Wetter  war, merkten wir auf der Autobahn vor den Toren von Berlin.

Mit uns wollten viele Ausflügler wieder nach Hause und es staute sich. Zum Glück kannte der Busfahrer mehrere „Schleichwege“ und umfuhr den Stau.

Nun sind wir endlich wieder am S-Bahnhof Jungfernheide angekommen und ich muss aussteigen. Hoffentlich hat die Bahn keine Verspätung!

Tschüss bis morgen, liebes Tagebuch…" 
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