ADAC - Campingfreunde Berlin e.V.
Login  Kontakt  Impressum




Unsere Rallye durch die 3 Baltischen Staaten vom 

18. 08.—08. 09. 2013

Unbekanntes Land zu ergründen, ist doch immer etwas Besonderes. Vor Allem eine lange Reise, die zwar sehr schön, jedoch keine Erholungsreise wurde, ja auch nicht sein konnte.

Bild 6_1.jpgNun, es gab keine unangenehmen Zwischenfälle, nur ein vereiterter Zahn, ein Nagel in einem Reifen und eine streikende Batterie.

Lange Wege waren zu meistern, durch Polen auf meist schmalen Straßen und ausgefahrenen Seitenrändern. Eine hohe Belastung für Wagen und Caravans. Was uns in den StädBild 7_1.jpgten erwartete, konnte man nicht mal erträumen. Straßenzüge mit Löchern, abgesenkte Gullys und Regenabläufe. Flicken und Dellen auf den Straßen machten das Fahren zu einem Höllenritt. Auf den Baltischen Straßen wurde es erheblich besser. In den Städten einschließlich aller Hauptstädte verheerende Zustände. Wie man die Infrastruktur so verkommen lassen kann, ist unverständlich. Wir mussten im Schrittempo fahren und hinterließen oft ein Verkehrschaos.

Bild 8_1.jpgDie Stadtgänge entschädigten uns sehr von den Unpässlichkeiten deBild_11.jpgr Infrastruktur. Alle Städte, wie Vilnius, Riga und Tallin, unser nördlichster Punkt am Finnischen Meerbusen waren ganz toll gepflegt und herrlich restauriert. Wir sahen Gebäude im Jugendstil, die wir wohl selten in dieser Fülle gesehen haben. Diese Bezirke mussten wir uns mühsam erlaufen. Busse haben es schwer durch die Stadt zu kommen.

Wir haben von unseren Stadt– und Reiseführern auch sehr viel über die Geschichte, Land und Leute erfahren. Beeindruckend die Information, das die Länder erst 1991 ihre Freiheit von den Sowjets zurück bekamen. Das ist doch eine erst kurz zurückliegende Vergangenheit. Wie sah es 1991 in Deutschland aus—wir hatten bereits die lang ersehnte Wiedervereinigung vollzogen. Dort ist in vielen Aufständen viel Blut geflossen. In diesen Ländern gab es viele Jahrhunderte lang ein ständiges Tauziehen der Ostseemächte. Auch der Deutsche Orden, Tempelritter und die Hanse mit ihren einflussreichen Kaufmannsgilden haben hier Spuren hinterlassen, die noch heute sichtbar sind.

Bild 9_1.jpgBild_10.jpgDas, was wir zu sehen bekamen war erfreulicher als die Vergangenheit. Es ist vieles angepackt worden, um die Städte ansehnlich zu gestalten.

Die Campingplätze waren gut gelegen und ausreichend ausgestattet. Im Sanitärbereich wird es noch dauern.

Die Wanderung durch ein Hochmoor brachte uns der puren Natur nahe. Hier wird die Landschaft ausschließlich vom Regenwasser benässt. Es gibt keine Zu– oder Abflüsse. Das Ergebnis eine von Moos, Torf und Verwesung geschaffene Natur.

Ruhig und abgelegen die Kurische Nehrung, mit der einmaligen Landschaft, ausgedehnterBild_3.png Wälder, kleiner Städtchen und Sand. Dennoch gab es viel zu entdecken. Barfuss durch den trockenen Dünensand? Eine besondere Erfahrung, oder einen weiten Blick über Bild 2_1.jpgSand, Bewuchs und Senken bis nach Ostpreußen, hier ist alles drin. Es war schade, das hier unsere Reise fast schon zu Ende war. Eine Reise über 2440 km, ab und bis Berlin/Potsdam 4055 km. Schön war es doch!



Impressum  Satzung des Vereins  Kontakt