ADAC - Campingfreunde Berlin e.V.
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Pfingsten in Thüringen

Wümbach

vom 17. bis 21. Mai 2013

Unser Caravan erwartete uns bereits am Donnerstag den 16. Mai abholbereit auf unserem Campingplatz in der Löcknitz am Schwielowsee. Wir hatten mit Egbert und Christine vereinbart einen Tag früher anzureisen, um bei den notwendigen Vorbereitungen zu helfen. Wir starteten bei Sonnenschein und blauen Himmel, freuten uns auf gut zwei Wochen Campingleben. >Ich vermeide für mich immer gern das Wort „Urlaub“, denn Urlaub bekomme ich als Rentner nie wieder im Leben.<

Noch vor erreichen der Autobahn A9 Richtung Süden kam die erste Verkehrmeldung: Ab 10°° Uhr Teilsperrung der Autobahn wegen Sprüharbeiten gegen den Eichenprozessionsspinner. Genau in diesen Stau würden wir hineinfahren! Wir hatten gerade die Hoffnung dem Stau zu entgehen, als sich zwei Polizeifahrzeuge vor uns setzten, das Blaulicht einschalteten und immer langsamer wurden bis zum Kriechtempo. So zuckelten wir etwa 20 Minuten hinter den Wagen her, bis die endlich ihre Fahrt beschleunigten und die Autobahn an der nächsten Ausfahrt verließen.

Endlich freie Fahrt, hinein in die Schlechtwetterzone, die schon länger im Süden stagnierte. Es war feucht und bedeckt im Thüringer Wald als wir in Wümbach mit unserem Gespann aufschlugen. Wir brauchten uns nicht so große Sorgen um das Wetter machen, denn uns stand für die gesamte Zeit das gut ausgestattete Vereinshaus zur Verfügung.

Als wir am frühen Nachmittag am Sportplatz ankamen, war Egbert bereits am Platz und hatte bereits für die erforderliche Stromversorgung gesorgt. Wir hatten hier nicht mehr viel zu erledigen, außer den Sanitärcontainer mit allem nötigen auszustatten und zu reinigen. Inzwischen haben wir auch einen günstigen Stellplatz in Beschlag genommen und eine Bestandsaufnahme gemacht. Getränke und Wurstwaren mussten noch beschafft werden. Eine kleine „Kollektion“ hatten wir bereits aus Berlin mitgenommen, vorausschauende Organisation ist wichtig.

Christine kam später zum Platz, wir begrüßten sie mit viel Hallo. Es ging ihr in letzter Zeit so einigermaßen, nur Justus fehlt ihr immer noch sehr. Wir hatten uns auf einen Besuch auf den Friedhof vorbereitet und einen schönen bunten Grabstrauß mitgebracht. Den restlichen Nachmittag haben wir mit der Beschaffung der Getränke und munteren Reden verbracht.

Die Wetterlage machte uns noch Hoffnung auf Besserung, der Platz war immer noch feucht, aber nicht aufgeweicht, auch hier gab es ergiebige Niederschläge.

Heute am Freitag beginnt die Anreise unserer Teilnehmer. Im laufe des Vormittags bis zum Nachmittag füllte sich der Platz zusehends. Zu spät erreichte mich die Absage einer Einheit per Telefon auf dem Apparat des Bürgermeisters Herrn Stresow. Leider hatte ich da schon unsere Platzmiete für alle Einheiten bezahlt.

Gegen Abend, bis auf eine Einheit, haben sich alle eingefunden und sich häuslich eingerichtet. Der Grill wurde angefeuert und wir freuten uns auf die köstlichen Thüringer Bratwürste.

Die noch fehlenden Teilnehmer kamen erst nach 20 Uhr an. Die waren mit Zelt und Enkeltochter angereist. Ein schöner Zeltplatz auf der Wiese war ihnen sicher.

Der Samstag stand zur freien Verfügung und wir nutzten die Zeit genug Wurstwaren für das gemeinsame Frühstück und auch Kegelpreise zu organisieren.

Am Nachmittag brachen wir auf nach Gräfinau-Angstedt zu unserem lustigen Kegelwettstreit. Die Wanderung zur Kegelbahn war zum Glück eine „Trockenübung“. Bevor die Kugeln rollten konnten wir uns an der Tafel mit Kaffee und Kuchen stärken.

Nach drei Stunden standen die Sieger fest und ein letztes Kegelspiel beendete unseren „Sportnachmittag“.

Stimmung herrschte wie gewohnt in der Mehrzweckhalle von Gräfinau-Angstedt bei fetziger Musik, deftigen Speisen und Getränken. Für den Nachhauseweg hatten wir einen Shuttelservice bestellt, der uns bis um Mitternacht zurück in die Betten brachte..

Leider war unsere Teilnehmerzahl zu gering um wie sonst einen Bus für unsere Thüringenrundfahrt zu bestellen (und zu bezahlen!). Das Tagesprogramm für den Pfingstfeiertag war auch so geplant, dass wir ohne Bus auskommen konnten, wir bildeten Fahrgemeinschaften und fuhren nach Erfurt zum Besuch der ega, den Park für die ganze Familie. In der letzten Nacht hatte es ein schweres Unwetter in der Region gegeben. Schwere Hagelschauer hatten den Park erheblich verwüstet.

An der Parkplatzzufahrt lagen Berge von geräumten Hagelkörnern, wie Kieshaufen.

Mir dem Einchecken mussten wir noch warten, denn ein Fahrzeug galt als verschollen. Erst als wir wegen der bestellten Termine eintreten mussten kamen auch die Nachzügler an. Wir hatten so viel Alarm gemacht (es war schon alles bezahlt), dass auch der Rest der Truppe anstandslos durch die Schleuse kam.

Doch inzwischen war der für uns gebuchte ega-Express bereits abgefahren. Unser Restauranttermin war langsam gefährdet. Die Damen an der Rezeption waren entsetzt, das wir trotz detaillierter Bestellung nicht betreut wurden. Nun kam frischer Wind in die Angelegenheit. Der nächste ega-Express war unser und der Termin zum Mittagessen war gebongt. — Na, geht doch! -

Nach 25 Minuten Fahrt durch das Gelände hatten wir unseren Ausgangspunkt erreicht, schlenderten 50 Meter weiter und konnten uns im Restaurant an die für uns gedeckten Tische setzen. Es wurde ein der Jahreszeit passendes Spargelmenü serviert. Essen und sogar die erste Getränkelage wurde aus der Fahrtenkasse bezahlt. Na, denn Prost!

Nach dem Essen wurden wir von unserem Parkführer erwartet, der uns viele interessante Informationen und Einblicke in die Parkgestaltung vermittelte. Ursprünglich war der Park etwa dreimal größer. Er wurde im laufe der Zeit aufgeteilt von der Erfurter Messe und den MDR-Kikastudios. Es war dem beherzten Einsatz der Bevölkerung zu verdanken diesen Park weiter für die Bevölkerung zu erhalten. Na, siehste!

Eindrucksvolle Pflanzungen konnten wir bestaunen.

Tropenhäuser mit Blumen und Pflanzen in schwüler Atmosphäre und die gut gestalteten Gartenanlagen sind sehenswert. Schade nur, das der Hagelschauer alle Tulpen auf den Beeten zerstört hatte. Es wurde später Nachmittag als wir den Park verließen und nach 30 Minuten Autofahrt unseren Sportplatz in Wümbach erreichten. Egbert war am Platz geblieben und hatte für unser gemeinsames Abendessen gesorgt. Es gab Salzbraten, Brot und geschmortes Sauerkraut, seine Spezialität.

Der Abend endete im gemütlicher Runde im Vereinshaus.

Für den nächsten Morgen gab es ein gemeinsames Frühstück mit der herzhaften Thüringer Wurst. Was nicht aufgegessen werden konnte musste mit nach Hause genommen werden. Guten Appetit!

Wolfgang Schäfer

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